Jede und jeder von uns kann betroffen sein

Jede und jeder kann von häuslicher Gewalt betroffen sein – unabhängig von Alter, gesellschaftlicher Stellung, kultureller Identität oder Religionszugehörigkeit, ob verheiratet oder ledig.

Studien zufolge können bestimmte Personen aber eher Gewaltopfer sein oder sich gefährdet fühlen. Insbesondere:

  • junge Frauen,
  • Schwangere oder Frauen mit kleinen Kindern,
  • Frauen, die sich vor Kurzem getrennt haben,
  • Kinder und Jugendliche,
  • Frauen, die zu Hause isoliert sind oder die Sprache ihres Wohnortes schlecht sprechen,
  • Behinderte,
  • ältere Menschen.

Häusliche Gewalt betrifft häufig Partner oder Ex-Partner, ob unverheiratet, verheiratet oder geschieden – aber nicht nur. Sie kann auch von einer Person ausgeübt werden, die durch eine andere familiäre Beziehung mit dem Opfer verbunden ist, beispielsweise von einer Mutter, einem Bruder, einer jugendlichen Tochter, einem volljährigen Sohn gegenüber seinen betagten Eltern, einer Tante oder einem Cousin. Von wem die Gewalt ausgeht, ist unbedeutend. Wichtig ist: Gewalt ist immer inakzeptabel.

Kinder sind Opfer häuslicher Gewalt, wenn sie geschlagen, schikaniert oder vernachlässigt werden. Diese Misshandlungen haben Auswirkungen auf ihre Entwicklung und ihre Gesundheit und können äusserst gravierende Folgen haben. Kinder sind von häuslicher Gewalt immer mitbetroffen, selbst wenn sie die Szenen zwischen ihren Eltern nicht direkt miterleben. Sie gelten als Kollateralopfer.