Opfer: 027 946 85 32
TäterIn: 079 308 84 05
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Hilfe suchen? Nicht leicht!

Als nahestehende Person können Sie den Eindruck erlangen, dass die Betroffenen sich dagegen sträuben, etwas zu unternehmen, insbesondere wenn es um Gewalt in der Beziehung geht.

Das kann in Ihnen Ärger, Machtlosigkeit oder Unverständnis wecken. Seien Sie sich dessen bewusst, dass Gewalt in einer Spirale abläuft. Die Wiederholung der verschiedenen Phasen ist der Grund für die Ambivalenz, die beide Partner empfinden.

Die Gewaltspirale wird auf den Seiten 8 und 9 der Broschüre Und wenn das Gewalt ist in meiner Partnerschaft? erklärt. Siehe gegenüber

Die Opfer wollen in erster Linie, dass die Gewalt aufhört. Häufig wollen sie nicht, dass ihr Partner, ihre Partnerin oder ein Elternteil bestraft wird. Oder sie fürchten sich aus verschiedenen Gründen davor, ihr Geheimnis zu lüften: wegen der empfundenen Gefühle, aus Angst vor einem Stellenverlust der gewaltausübenden Person und dass diese für die Familie nicht mehr aufkommen kann, dass diese ins Gefängnis muss, oder aus Angst vor einem Abbruch der Verbindung zwischen den Familienmitgliedern, insbesondere zwischen einem Elternteil und den Kindern. Ausserdem haben die Betroffenen häufig Angst vor einer Trennung, wenn sie selbst nur über sehr geringe Mittel verfügen.

Die gewaltbetroffenen Personen in einer Beziehung befinden sich in verschiedenen Stadien der Gewaltspirale, nicht nur in der Phase des Gewaltausbruchs oder der Gewalteskalation. Behalten Sie im Umgang mit Betroffenen immer im Hinterkopf, dass sich Gewalt nicht nur auf die sichtbaren Zeichen der Gewaltanwendung beschränkt. Akzeptieren Sie auch, dass sich das Verhalten der Betroffenen ändern kann, je nachdem, in welcher Phase sie sich gerade befinden: Sie können beschliessen, ihren Partner oder ihre Partnerin zu verlassen, Klage einreichen, versuchen sich zu rechtfertigen, Ausflüchte und Entschuldigungen suchen oder fest davon überzeugt sein, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Beide Partner sind in diesem Teufelskreis gefangen.

Diese Mechanismen führen dazu, dass die Ambivalenz der gewaltbetroffenen Personen eine normale Reaktion darstellt. Sie müssen sich allerdings dessen bewusst sein, dass diese Ambivalenz Ihre Sicht der Dinge beeinflussen kann. Sie kann Sie dazu verleiten, die Situation zu verharmlosen, zu banalisieren oder aber die Betroffenen zu verurteilen. Vergessen Sie nicht, dass es Zeit braucht, bis man Hilfe sucht. Die Betroffenen müssen zuerst ihre Hemmungen und Ängste überwinden.

Erfahrungsbericht

Wir beschlossen, zusammen zu leben und der Alptraum begann. Er zwang mich, die Beziehungen zu meinen Freunden und Freundinnen abzubrechen, danach zu meiner Familie, und nach und nach fand ich mich ganz alleine wieder. www.violencequefaire.ch
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